Der Winter ist für MRSÉY keine Saison. Er ist ein Zustand. Eine Zeit, in der Klarheit wichtiger wird als Lautstärke, in der Funktion und Stil zusammenfinden – und in der Orte eine Haltung widerspiegeln.
Für unseren Alpine Edit haben wir vier Destinationen gewählt, die mehr verbindet als Schnee und Berge. St. Moritz, Courchevel, Megève und Gstaad stehen für unterschiedliche Facetten eines Lebensgefühls, das wir bei MRSÉY leben: französische Eleganz, Schweizer Präzision, diskreter Luxus und die Nähe zur Côte d’Azur – selbst im Winter.

St. Moritz
St. Moritz ist kein Ort, den man abhakt – es ist ein Rhythmus. Die Tage beginnen mit klarer Bergluft, Licht, das langsam über den gefrorenen See fällt, und dem Gefühl, dass nichts beschleunigt werden muss. Wer hier ankommt, lässt den Alltag hinter sich und findet einen neuen Takt.
Übernachten kann man ikonisch oder bewusst reduziert. Das Badrutt’s Palace steht für Grandeur und Geschichte, das Kulm Hotel für alpine Eleganz und Ruhe. Wer es moderner und leiser mag, findet im Hotel Maistra 160 in Pontresinaeinen stilvollen Rückzugsort: klare Linien, zeitgenössisches Design und Nähe zur Natur – entspannt, unaufgeregt, hochwertig.
Die Vormittage gehören den Bergen. Auf der Corviglia gleitet man über weite, perfekt präparierte Pisten, während der Corvatsch sportlicher und direkter ist. Die Diavolezza öffnet den Blick auf das Bernina-Massiv – hochalpin, weit und beeindruckend. Dazwischen: Pausen, die genauso wichtig sind wie die Abfahrten. Ein Lunch im El Paradiso, hoch über den Wolken, gehört dazu wie Sonne, Schaffelle und ein Glas Champagner.
Zurück im Dorf wird es langsamer. Ein Spaziergang entlang des Sees, ein Kaffee bei Hanselmann, heiße Schokolade oder Nusstorte. Kleine kulturelle Momente im Berry Museum, kurze Stopps in Boutiquen und Galerien – alles darf, nichts muss.
Kulinarisch bewegt sich St. Moritz zwischen Bodenständigkeit und Stil. Hauser für entspannte Klassiker, Dal Mulin für ein elegantes Dinner, Hatecke für einen schnellen, modernen Happen nach der Piste. Am Nachmittag lockt das Ovaverva Spa – warme Becken, Schnee in der Luft, Zeit zum Durchatmen.
Wenn der Abend kommt, verändert sich die Stimmung. Die Roo Bar fängt den Tag bei einem Drink ein, später zieht es viele in den Bam Boo Club, wo alpine Nächte gerne länger dauern. Dazwischen entstehen die Momente, die bleiben: ein früher Spaziergang über den gefrorenen See, das Zuschauen am Olympia Bob Run, ein Gespräch, das ungeplant beginnt.

Courchevel
Courchevel war einst als das St. Tropez des Schnees bekannt. In den 1960er-Jahren, nur wenige Jahre nach der Entstehung der ersten speziell geplanten Skigebiete Europas, wurde der Ort zum Treffpunkt von Royals, Politikern und internationalen Ikonen. Sie kamen wegen der Wintersonne, des perfekten Pulverschnees – und wegen eines Stils, der sich bewusst vom Beton-Brutalismus späterer Skiresorts abhob. Stattdessen setzte Courchevel von Anfang an auf alpine Eleganz: Chalets mit Schieferdächern, Holzfassaden, warme Materialien. Diese Haltung prägt den Ort bis heute.
Wer ankommt, spürt sofort diesen besonderen Mix aus Tradition und diskretem Luxus. Ein neuer Fixpunkt ist das Rosewood Courchevel Le Jardin Alpin, dessen Interieur von Tristan Auer gestaltet wurde. Inspiriert vom Glamour der 1960er-Jahre fühlt sich das Haus eher wie ein privates Chalet als wie ein klassisches Hotel an. Kupferdetails, Spiegel, Samt, Marmor und warmes Holz treffen auf eine ruhige Farbpalette aus Creme- und Off-White-Tönen, die das Licht der verschneiten Landschaft widerspiegelt. Alles ist darauf ausgelegt, das Tempo zu drosseln – und den Alltag weit hinter sich zu lassen.
Die Tage beginnen auf den Pisten. Courchevel gehört zu den Trois Vallées, einem der grössten Skigebiete der Welt. Weite Abfahrten, perfekte Präparation, klare Höhenluft. Dazwischen wird Genuss zelebriert. Hoch oben auf dem Berg verwandelt sich der Skitag nahtlos in ein gesellschaftliches Erlebnis. La Folie Douce ist legendär: erst ein spätes Lunch mit Panoramablick, dann Musik, Tanz, Cocktails – und das Gefühl, dass Après-Ski hier zur eigenen Kunstform geworden ist. Wer es mediterraner mag, findet bei Bagatelle ein Stück Côte d’Azur auf über 2’300 Metern Höhe – französische Küche mit südlichem Akzent, serviert mit Blick auf die Alpen.
Nach Bewegung folgt Regeneration. Courchevel ist auch ein Ort der Erholung. Spas wie Cheval Blanc, Six Senses oder Clarins bieten Rückzugsorte, in denen Zeit keine Rolle spielt. Warme Becken, Massagen, leise Räume – ideal, um Körper und Geist nach einem Tag im Schnee wieder in Balance zu bringen.
Kulinarisch zeigt sich Courchevel vielseitig und überraschend. La Fromagerie zelebriert alpine Klassiker, Chez ma Cousine ist die perfekte Adresse für kulinarische Souvenirs mit französischem Charakter. Le Sylvestre verbindet Raffinesse mit Bodenständigkeit. Hoch oben in den Bergen lädt La Soucoupe in einem traditionellen Chalet zu exzellentem Grillfleisch und guten Weinen ein, während Le Cap Horn, das älteste Höhenrestaurant von Courchevel, seit 1954 Land und Meer verbindet – inklusive Disco-Kugel für den Übergang vom Lunch zum Après-Ski.
Am Fuss der Piste, nahe dem Jardin Alpin, liegt das Chalet de Pierres – rustikal, lebendig, mit Terrasse und Blick auf vorbeigleitende Skifahrer. Und wenn der Abend dunkler wird, zieht es viele ins BAIES by La Mangeoire Ski Club: ein Chalet mit festlicher Atmosphäre, Piano-Bar-Vibes und entspannter Küche – perfekt, um den Tag ausklingen zu lassen.
Courchevel ist nicht laut. Es ist selbstbewusst. Ein Ort, an dem Geschichte, Genuss und Leichtigkeit ineinandergreifen. Wo man morgens Ski fährt, mittags tanzt, nachmittags entschleunigt und abends stilvoll zusammensitzt.

Megève
Megève wird oft als das 21. Arrondissement von Paris bezeichnet – und kaum ein anderer Ort trifft diese Beschreibung so präzise. Hier verschmilzt urbane französische Raffinesse mit alpiner Gelassenheit. Alles wirkt kultiviert, entschleunigt, bewusst. Megève ist kein Ort für Eile, sondern für Haltung.
Die Kunst des Gastgebens hat hier Tradition. Seit über einem Jahrhundert wird in Megève ein Gleichgewicht aus Komfort, Eleganz und alpinem Charme gepflegt. Les Chalets du Mont d’Arbois, einst im Besitz der Familie Rothschild, erzählen von den Ursprüngen des Ortes und seiner diskreten Noblesse. Gleich daneben zeigt sich das frisch renovierte Lodge Park Hotel, das mit einem grosszügigen Spa neue Ruhepole schafft. Wer zeitgenössische Klarheit bevorzugt, findet im Four Seasons Hotel Megève eine moderne Interpretation alpinen Luxus’ – mit direktem Zugang zu den Pisten, einem Spa mit Bergblick und einer Atmosphäre, die leise wirkt, aber lange nachhallt.
Die Tage beginnen gemächlich. Megève liegt im Herzen des Évasion Mont-Blanc, einem weitläufigen Skigebiet mit über 400 Kilometern perfekt präparierter Pisten. Die Abfahrten sind lang, die Landschaft offen, der Blick auf den Mont Blanc allgegenwärtig. Hier fährt man Ski nicht aus Ehrgeiz, sondern aus Genuss. Zwischen den Abfahrten hält man inne – auf Sonnenterrassen, mit einem Glas Vin Chaud in der Hand. Selbst hoch oben bleibt Megève seinem Stil treu.
Nach der Bewegung folgt die Entspannung. Die zahlreichen Hotel-Spas laden zu Massagen, warmen Bädern oder einem hammamartigen Rückzug mit Kiefernduft ein. Es ist diese Selbstverständlichkeit von Ruhe, die Megève so besonders macht.
Kulinarisch ist der Ort fest in der französischen Hochkultur verankert. Emmanuel Renaut prägt mit seinem drei Michelin-Sterne-Restaurant Flocons de Sel die gastronomische Identität des Ortes – präzise, naturverbunden, elegant. Le Vieux Megève bietet einen rustikalen Gegenpol in einer traditionellen Bauernstube, während Restaurants wie Vous, La Table de Marc Veyrat oder das gemeinsame Projekt von Marc Veyrat und Mallory Gabsi zeigen, wie zeitgenössisch alpine Küche interpretiert werden kann. Dazwischen wärmen klassische Spezialitäten wie Fondue, Tartiflette oder in Wein geschmorte Würste – herzhaft, ehrlich, tröstend.
Megève ist auch kreativ. Mehr als zehn Galerien beleben das Dorf, Ausstellungen bringen das ganze Jahr über kulturelle Impulse. Im Winter trifft man auf klassische Musik, im Januar auf Oldtimer-Paraden bei L’Élégance à Megève, wo Mode, Mechanik und Nostalgie zusammenfinden. Selbst im Palais Megève, dem grössten Sportkomplex der Alpen, wartet ein überraschend lebendiger Kulturraum.
Das Herz des Ortes schlägt im autofreien Dorfkern. Kopfsteinpflaster, Arkaden, Boutiquen, eine beleuchtete Kirche und die offene Eisbahn rund um den grossen Baum. Pferdekutschen gleiten durch die Gassen, Spaziergänge ersetzen Termine. Hier lebt man nicht neben dem Winter – man lebt mit ihm.

Gstaad
Gstaad ist kein Ort für grosse Gesten. Es ist ein Versprechen von Ruhe, Diskretion und Beständigkeit. Seit Jahrzehnten zieht das alpine Dorf Menschen an, die Luxus nicht erklären müssen – sie leben ihn. Hier geht es nicht um Sehen und Gesehenwerden, sondern um Ankommen, Bleiben und Durchatmen.
Das Dorf liegt eingebettet in ein weites Hochtal, umgeben von sanften Bergen statt dramatischer Gipfel. Vielleicht ist es genau diese Landschaft, die Gstaad so entschleunigt wirken lässt. Alles scheint hier etwas langsamer zu gehen – bewusster, klarer.
Übernachten bedeutet in Gstaad Rückzug auf höchstem Niveau. Das Gstaad Palace thront über dem Dorf und ist eine Ikone der Schweizer Hotellerie – grosszügig, traditionsreich, mit weitem Blick über das Saanenland. Wer es intimer mag, findet im The Alpina Gstaad zeitgenössischen Luxus mit alpiner Seele: Holz, Stein, Licht und ein Spa, das zu den besten des Landes zählt. Auch kleinere Chalets und Boutiquehotels pflegen diese besondere Mischung aus Herzlichkeit und Zurückhaltung, für die Gstaad bekannt ist.
Die Tage beginnen draussen. Das Skigebiet rund um Gstaad ist weitläufig, abwechslungsreich und nie überlaufen. Hier fährt man Ski für das Gefühl – nicht für Bestzeiten. Breite Pisten, sonnige Hänge, stille Momente. Zwischendurch eine Pause auf einer Berghütte, ein Tee oder ein Glas Weisswein, während die Berge ruhig im Hintergrund stehen.
Nach der Bewegung folgt Erholung. Spas in den Hotels laden zu Massagen, warmen Bädern und stillen Stunden ein. Gstaad versteht Wellness nicht als Inszenierung, sondern als Selbstverständlichkeit.
Kulinarisch bleibt der Ort seiner Linie treu: Qualität ohne Aufdringlichkeit. In den Restaurants trifft klassische Schweizer Küche auf französische Leichtigkeit. Fondue, Rösti, feine Fleischgerichte – ehrlich, hochwertig, zeitlos. Internationale Einflüsse sind präsent, aber nie dominant. Alles fügt sich ein.
Auch kulturell hat Gstaad Tiefe. Das Menuhin Festival, eines der renommiertesten Klassikfestivals Europas, bringt jeden Sommer Weltklasse-Musik in die alpine Umgebung. Galerien, kleine Buchhandlungen und diskrete Boutiquen prägen das Dorfzentrum – keine Hektik, kein Lärm, nur Stil.
Der autofreie Dorfkern ist ein Ort für Spaziergänge. Holzchalets mit blumengeschmückten Balkonen, kleine Cafés, Fenster, hinter denen warmes Licht brennt. Abends trifft man sich leise, vielleicht auf einen Drink, vielleicht einfach für ein Gespräch. Gstaad lebt von diesen stillen Begegnungen.
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